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Sozialer Wohnungsbau für Spatzen - Osterferien 2017
 
Die Naturschutz-AG des Offenen Ganztags hatte festgestellt, dass es in den letzten Jahren weniger Spatzen auf dem Schulhof der Grundschule Irisweg gibt. Warum bloß? Eigentlich war doch der Standort der Schule ideal für Spatzen, am Rande eines Siedlungsgebietes mit vielen Gärten, mit einem guten Futterangebot auf dem Schulhof … Tja, eigentlich. 

Machen wir doch ein Spatzenhilfsprojekt und holen wir uns dazu Rat vom NABU und von der Stadt Köln, dachten sich die Kinder aus der Ferienbetreuung des Offenen Ganztags.

Ausgestattet mit Informationen von Frau Küchenhoff vom Umweltamt der Stadt Köln und angeleitet von Martin Verfürth vom NABU fanden die Umweltdetektive schnell heraus, warum es den Spatzen am Irisweg in den letzten Jahren immer schlechter geht.

 

Die Butterbrotreste auf dem Schulhof genügen den Spatzen nicht zum Leben, es gibt zu wenig blühende Wiesen mit Kräutern und Gräsern, deren Samen die Spatzen gerne fressen. Vor allen Dingen fehlen aber die Insekten, die die Elterntiere für die Jungenaufzucht brauchen.

Und der moderne Schulbau bietet kaum Höhlen und Nischen, in denen der Spatz als Höhlenbrüter nisten kann.

Spatzen lieben Sandbäder. Nicht weil der Spatz ein Dreckspatz ist! Nein zur Reinigung und Pflege des Gefieders ist das Sandbad eine wichtige Hygienemaßnahme und schützt vor Zecken, Milben und Flöhen. Aber die Sandkästen an der Schule sind ja fast immer besetzt!

Und gegen den Durst und zum Naßbad brauchen die Spatzen Wasser. Auf dem Schulhof? Fehlanzeige! 

 

Dagegen kann man was tun, sagten sich die Grundschüler und schritten in einem Spatzenhilfsprojekt in den Osterferien 2017 zur Tat, im Schulgarten wurde

… ein Wildblumenwiesenstreifen ausgesät

… eine 1 Quadratmeter große Sandfläche angelegt

… eine Vogeltränke geschaffen

und 3 Reihenhäuser für Spatzen aufgehängt.

 

Die Grundschüler wussten: Spatzen mögen es gerne kuschelig, sie leben gerne zusammen und brüten gerne in der Nähe von Artgenossen. Deshalb bauten sie Reihenhäuser für die Spatzen.

 

Jetzt warten alle gespannt, wie die Spatzen die neuen Lebensbedingungen annehmen.
Der NABU betreut dabei weiter gerne die kleinen Umweltschützer. 

 
 
Text: NABU - Naturschutzbund Deutschland