Schulleben

4 Zebus für Madagaskar!
 
 „Es ist ein tolles Gefühl, anderen Menschen zu helfen."
 
Das Geld für 4 Zebus für arme Bauern in Madagaskar haben die Kinder der Grundschule Irisweg in Köln-Zündorf bei einem Sponsorenlauf am 30. Juni 2012 erlaufen und jetzt an die Organisation Zebu Overseas Board (ZOB) weitergeleitet. Von diesem Geld kauft die ZOB die gewünschten Tiere und vermittelt diese an Bauern, die sonst nicht an Kredite herankommen. Die Bauern zahlen in kleinen und in Kleinstraten – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – das Geld über mehrere Jahre zurück (Micro-Credit-Projekt). Von dem zurück fließenden Geld kann wieder anderen Bauern geholfen werden.
 
Über ihr Projekt berichteten die Kinder in einem Pressegespräch, zu dem die lokale Presse eingeladen worden und auch zahlreich erschienen war (4 Zeitungen waren gekommen). Die Kinder hatten Texte, Zeichnungen und Internetrecherchen vorbereitet, um über ihr Projekt zu informieren:
 
Mia (9 Jahre) berichtet, dass die Klasse sich im Unterricht mit der wirtschaftlichen Lage der Bauern in Afrika und Madagaskar beschäftigt habe: „Obwohl viele Touristen nach Madagaskar kommen, sind die meisten Menschen sehr arm. Viele Kinder gehen nicht zur Schule, weil sie arbeiten müssen, um ihren Familien zu helfen.“
 
Moritz (9 Jahre) weiß, dass Zebus Buckelrinder sind, die sowohl als Arbeitstiere als auch als Milchproduzenten dienen: „Auf Madagassisch heißen die Rinder „Omby“, die Mischlinge zwischen Zebu und Milchkuh heißen „Metisse“. Metisse geben mehr Milch als Zebus, sind aber auch teurer.“
 
Azra (9 Jahre) erzählt davon, wie wichtig ein Zebu für eine Bauernfamilie ist: „ Die Tiere ziehen Karren, Pflüge und Wasserräder, weibliche Tiere geben Milch und können Junge bekommen. Die Milch und auch die Jungtiere können verkauft werden. Sogar der Dung wird gesammelt und als Heizmaterial oder Dünger verwendet.“
 
Kira (9 Jahre) ergänzt, dass ein Zebu das Überleben einer Bauernfamilie sichert: „Je mehr Zebus man hat, desto reicher ist man auf Madagaskar. Aber die meisten Kleinbauern haben nicht das Geld, um sich ein Zebu zu kaufen. Deshalb haben wir drei Zebus und eine Metisse gekauft, um den ärmsten Bauern in Madagaskar helfen zu können. Wir haben sogar unseren Tieren Namen gegeben, sie heißen Titus und Erik, Beate und Lilly.“
 
Josy (9 Jahre) informiert, wie wir an das Geld für die Zebus gekommen sind: „ Die Kinder der Grundschule Irisweg haben Ende Juni einen Sponsorlauf durchgeführt. Dafür hat jeder Schüler in seiner Familie, bei Freunden oder Nachbarn Sponsoren gesucht. Diese haben pro gelaufene Runde um die Schule (ca. 800 Meter) dem Kind Geld gespendet. Wir Schüler haben uns sehr angestrengt viele Runden zu laufen. Wir haben gehofft viel Geld zusammen zu bekommen. Als wir hörten, dass wir sogar 4 Tiere kaufen konnten, waren wir sehr stolz auf uns. Damit hatten wir nicht gerechnet.“
 
Carolin (9 Jahre) erklärt dann, wie ein Bauer an ein Zebu kommt: „Zebu Overseas Board (ZOB) ist ein Unternehmen, das Zebus an arme Bauern vermietet. Das Zebu wird von einem Geldgeber wie von uns, den Kindern der Grundschule Irisweg, bezahlt. Mit diesem Geld werden Zebus gekauft, auf der Farm der ZOB untersucht und dann an die Bauernfamilien weitergegeben. Ein Zebu kostet 300 Euro, eine Metisse (Mischling) 600 Euro. Der Bauer zahlt im Monat etwas Geld (2-5 Euro) an die ZOB zurück. Dieses Geld verdient der Bauer mit der Milch und dem Dung des Zebus. Eine Zebukuh kann etwa 10 Jahre alt werden und dabei 4 – 6 Kälber bekommen, die der Bauer verkaufen oder behalten kann. Nach einigen Jahren gehört dem Bauern dann das Zebu. Als Geldgeber kann man dann sein Geld zurückholen, wir aber spenden unser Geld für weitere Projekt von ZOB.“
 
Simona (10 Jahre) erklärt, wie wir in Deutschland Kontakt mit unseren Bauernfamilien und Tieren halten können: „Jedes Tier bekommt eine PEZ Nummer, unsere Tiere haben die Nummern 5018, 5019, 5020, 5021. Wenn man nun auf die Seite www.zob-madagascar.org geht und diese Nummern eingibt, kann man ein Foto des Tieres sehen und weitere Infos mit Hilfe der ZOB über das Tier, den Standort und die Bauernfamilie bekommen. Das finden wir spannend.“
 
Mia fasst das Projekt in einem wunderschönen Satz zusammen:

„Es ist ein tolles Gefühle, anderen Menschen zu helfen, so dass sie danach selbst zurechtkommen“.

 
Die ZOB bedankt sich mit folgenden Worten bei den Kindern (Mail vom 24.09.2012):

 

„It is great pleasures to see children living in thousand miles want to help the Malagasy farmers by the Savings Plan.

We really appreciate your effort and even children; you have already shown the spirit of solidarity. Some Malagasy farmers will be happy that you trust them and you let them take care of your Lilly, Titus, Erik and Beate.

The ZOB team thanks you very much. Without your action we can make nothing fort these farmers, who need so much helps to improve the livelihoods."

 
Und hier sind unsere Tiere zu sehen:

Lilly

Titus

Beate

Erik

 
Zébu Overseas Board (ex Bank) : 
Fon : + (261) 20 44 492 04

E-Mail : contact@zob-madagascar.org 


Internet : www.zob-madagascar.org