Agenda 21

Fledermaus – Aktionstage
 
In Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) NRW e. V. fanden am Montag, den 08. 06. 2009 und Dienstag, den 09. 06. 2009, in unserer Schule für die Klassen 3 und 4 Fledermausaktionstage statt.
 
Frau Dr. Henrike Körber, Biologin und Fledermausexpertin der LNU, unterrichtete in jeder Klasse 2 Stunden über Lebensweise und Verhalten einheimischer Fledermäuse. Mit einer Power Point Präsentation weckte und fesselte Frau Körber das Interesse der Kinder für den Schutz der Fledermäuse. Auch Streicheleinheiten gab es, allerdings nur für ein ausgestopftes Exemplar einer Fledermaus. Aber wer wusste denn schon vorher, dass Fledermäuse ein so weiches Fell haben? Besonderes Interesse fand natürlich auch die Orientierung der Fledermäuse mit Hilfe des Echolotsystems. Nach dem Unterricht sah man die Kinder das Schulgebäude absuchen nach Schlupf- und Versteckmöglichkeiten für die kleinen Vampire. Das war konkretes Interesse für Artenschutz im Siedlungsbereich, denn diese Zielsetzung stand hinter den Fledermausaktionstagen.
 
Abends trafen sich Schüler und Lehrer wieder mit Frau Körber und ihrem Mann zu einer Nachtexkursion an die Groov. Zunächst wurden die vor 15 Jahren bei ähnlichen Aktionstagen aufgehängten Fledermauskästen auf dem Schulhof und an der Groov mit Hilfe einer transportablen Minikamera an einem langen Stab auf Besatz geprüft. Und in der Tat einige Kästen waren besetzt mit Zwergfledermäusen!
„Da“ … „Da“ … „Da“ Plötzlich flogen kleine Schatten über uns und der Batdetektor, ein Gerät, welches Ultraschalllaute für das menschliche Ohr hörbar machen kann, knatterte wie wild. An der Art des Knatterns konnten die Fledermausexperten die Art bestimmen: Es waren Zwergfledermäuse. Später hörte man auch mal einen Abendsegler. Ganz besonders beeindruckend waren dann zum Schluss die Wasserfledermäuse, deren Flug über die Groov-Seen die Kinder im Schein starker Lampen beobachten konnten.
 
Wenige Tage später berichteten Kinder, die auf dem Schulhof gezeltet hatten, dass unsere Fledermauskästen mit vielen Zwergfledermäusen besetzt seien. Sie hätten mit den Taschenlampen in die Kästen geleuchtet und die Tiere erkannt!
 
Frau Dr. Körber zeigt eine ausgestopfte Fledermaus
Eine Zwergfledermaus
   
Die Kinder streicheln die Fledermaus
Man sieht links 1 Zwergfledermaus
   
Ein Fledermäuschen schaut heraus! Dieser Kasten ist mit mindestens 2 Tieren besetzt