Brauchtumspflege

Chressnaach en Kölle
 
Mitten in der fünften Jahreszeit liegt das Weihnachtsfest. Klar, dass sich der Kölner diese Gelegenheit nicht nehmen lässt, auch dieses Fest mit kölscher Lebensart zu füllen.
 
Am stärksten kommt die kölsche Seele in den vielen alten und neuen Weihnachtsliedern in kölscher Sprache zum Tragen. In der „kölschen Sproch“ wird Vieles oft direkt und derb gesagt, wirkt dabei aber ehrlich und menschlich. Gerade das bringen viele kölsche Weihnachtslieder zum Ausdruck, zum Klingen. Nicht einfach und volkstümlich, sondern geradeheraus und hintersinnig fragen die Kinder in dem Lied „Hinger de Stäne“, wo dat Kreßkindche usserhalv de Weihnachtszick dat janze Johr lang eijentlich ess.  
 
Hinger de Stääne
 
Texter: Hans Knipp
Komponist: Hans Knipp, Hans- Ludwig Brühl
Pavement Musikverlag
 
Kinder jann su vill frore, dat es janz einfach
Ävver en Antwort kritt mr kaum
Kättche wat sull dat, säht dann de Mama
ich jläuf du hatts doch nur nen draum
 
Hinger de Stääne, es do dr Himmel
Hätt do et Chreskind sie Hüssje
Wat do et eijentlich, et janze Johr lang
Wenn jrad nit Weihnachte es
 
Kinder hann och ihr sorje, dat es nit einfach
Ihr jruße denkt ens drüvver noh
Saht nit wat sull dat, un wisst ihr kein Antwort
Dann jitt et wenistens ens zo
 
Hinger de Stääne, es do dr Himmel...
 
Kinder hööt Idee, die sinn janz einfach
Denn Pänz die sinn einfach besser drop
Dröm loot se maache, mir künne vun liere
Maat ihr Idee nit kapott
 
Hinger de Stääne, es do dr Himmel...
 
Mit freundlicher Genehmigung von Pavement Records OHG
 
Diese – in der kölschen Sprache zum Ausdruck kommende – Eigenart und Lebensart des Kölners wollen wir unseren Kindern nahe bringen, eben auch durch das Singen kölscher Weihnachtslieder. Jedes Jahr lernen unsere Kinder wenigstens ein neues „kölsches Weihnachtsleedche“. In vielen Klassen finden auf den Weihnachtsfeiern auch kölsche Krippenspiele statt oder werden Gedichte „op Kölsch“ vorgetragen.
 
 
 
Im Mittelalter wurde Köln wegen seiner vielen Kirchen die „Hillige Stadt“ genannt. Kirchen aus dieser Zeit findet man an vielen Stellen mitten in der urbanen Stadt. So findet man auch zur Weihnachtszeit eine Vielzahl von Krippen, besonders deutlich kommt dabei die kölsche Seele in der „Hänneschen-Krippe“ in St. Maria Lyskirchen zum Ausdruck.
 
Die Liebe der Kölner zu seinen Krippen greifen wir gerne in der Schule auf. Dabei öffnen wir aber den Blick der Kinder für eine Sicht auch auf andere Länder und Sitten. In der Weihnachtszeit 2008 gibt es in unserer Schule zum ersten Mal einen kleinen Krippenweg. Zwei Krippen, eine aus Polen und eine aus Bethlehem, sind schon ausgestellt. Diese Krippen hatten uns unsere Partnerschulen in Polen und Bethlehem in den letzten Jahren geschenkt. Eine dritte Krippe basteln die Kinder der OGS gerade.
 
 Die Polnische Hauskrippe
Gipsfiguren und Holzstall
Geschenk unserer Partnerschule in Pinczow, Polen
Die Olivenholzkrippe aus Bethlehem Handarbeit
Geschenk unserer Partnerschule
„Dar Al-Kalima“ in Bethlehem, Palästina