Partnerschaften

Comenius 2004 - 2007
 
Internationales Schulprojekt COMENIUS
 
Die Grundschule Irisweg in Köln-Zündorf nimmt seit dem 01.08.2005 an einem von der EU geförderten internationalen Schulprojekt „COMENIUS 1“ teil. Partnerschulen der Grundschule Irisweg sind Schulen aus den Städten Navalmoral De La Mata / Spanien, Mo I Rana / Norwegen, Vaasa / Finnland und Pinczow / Polen.
 
Das gemeinsame Schulprojekt COMENIUS 1 dieser Partner heißt
 
„Cardinal points of European life“.
 
In diesem Projekt stellen die teilnehmenden Schulen sich gegenseitig das Alltagsleben, die Natur, Kultur und Geschichte sowie das Brauchtum vor. So berichteten wir aus Köln bereits über Dom und Rhein, Pappnas und Rievkooche, Heinzelmännchen und Geißbock...und erhielten im Gegenzug Infos über die Königsburg Wawel in Krakau und Papst Wojtyla, Sauna und Eishockey, Paella und Flamenco, Lachszucht und Trolle.
Wir schicken uns Aufgaben und Rätsel, kommunizieren per Internet und organisieren Lehrertreffen in den einzelnen Ländern.
 
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und soll die einzelnen Partner informieren über Land, Leute und Leben der teilnehmenden europäischen Nationen:
 
Around Europe in three years
• 1st year:
Who are we?
- Where do we live?
- What do we have?
 
• 2nd year:
- Our families
- Our life
- Our hobbies/sports
 
• 3rd year:
- Our traditions
- Our celebrations
 
 
In jeder Schule gibt es eine European-Corner, werden Comenius-Tage durchgeführt und internationale Feste veranstaltet, bei denen das von den jeweiligen Partner-schulen zugesandte Material verwendet wird.
 
In der Grundschule Irisweg arbeiten einerseits alle Klassen regelmäßig im Unterricht an diesem Projekt, andererseits beschäftigt sich eine COMENIUS-AG speziell mit der Kontaktpflege zu den Partnerschulen und der Aufbereitung der zugesandten Materialien. Besonders spannend ist, wie kreativ Kinder und Lehrer das Kommunikationsproblem lösen, indem sie viele Aufgaben und Fragen mit Hilfe von Zeichnungen, Bildern, Fotos, Videos, Musik und Geräuschbeispielen stellen.
 
Als Arbeitssprache wird Englisch verwendet, wobei die Sprachkenntnisse zwar noch sehr gering sind, aber durch dieses Projekt entsteht eine hohe Motivation, die englische Sprache anzuwenden.
 
Zweimal jährlich finden Project-Meetings statt, bei denen jede Schule mindestens einmal Gastgeber ist. Bei diesen Treffen kommen Lehrerdelegationen aus den teilnehmenden Ländern in die Schule des Gastgeberlandes, hospitieren im Unterricht, führen selbst kleine Unterrichtssequenzen durch und werden von den Schülern und Lehrern des Gastgeberlandes betreut.
 
Vom 21. April bis 28. April 2007 ist die Grundschule Irisweg Gastgeber. Kinder, Lehrer und Eltern freuen sich ihren Freunden aus Europa ihr Land, ihre Stadt und ihre Schule vorstellen zu können. Dazu haben sie viele Ideen und Pläne entwickelt.
Von der Willkommensparty in der Schule über eine Stadtrallye mit verkleideten Kindern als Stadtführer (Heinzelmännchen, Römer, Tünnes und Schäl, Hänneschen und Bärbelchen....) bis hin zu einer Rheinfahrt und einer Betriebsbesichtigung eines bedeutenden Kölner Werkes reichen die kreativen Pläne.
 
 
   
Cardinal Points of European Life - German Part  
1st year: WHERE? Behind longitudes and latitudes
First activity: the clueboxes
 
Unser Projekt war als eine fiktive Schiffsreise durch Europa angelegt. Zunächst galt es die einzelnen Anlegepunkte der Reise kennen zu lernen. Unter dem Leitsatz „Behind longitudes and latitudes“ sollten die europäischen Teilnehmer ihr Land, ihre Region und ihre Stadt vorstellen.
 
Wir begannen unser Projekt mit der Einrichtung einer Europa-Ecke an unserer Schule. Von den einzelnen Ländern waren die Flaggen, Landkarten, typische Produkte etc. ausgestellt. So schufen wir eine erste öffentliche Plattform für unser Projekt.
Dann erstellten wir eine "Cluebox" mit wissenswerten, interessanten aber auch lustigen Infos über Deutschland, das Rheinland und die Stadt Köln. Die "Clueboxes" waren handlungsorientiert im Sinne von "action and reaction" angelegt; die Aufgabe der Kinder der Partnerschulen war es also, die Sachen zu untersuchen, etwas zu erforschen und dann darauf mit eigenen Arbeiten zu reagieren.
Zu Deutschland erfuhren unsere Partner viel Wissenswertes über die Gebrüder Grimm, Mercedes-Autos, die Berliner Mauer, deutsches Obst und Martin Luther. Interessantes aus dem Rheinland lernten sie durch Aufgabenstellungen zu Beethoven, Michael Schuhmacher, den Verlauf des Rheins, die Burg Eltz und die Sängerin Nena kennen. Kölner Flair erlebten sie durch die Beschäftigung mit 4711 Parfum, dem Kölner Dom und der Stadtgründung durch die Römer; sie lernten auch Reibekuchen zu braten und mit dem Aufsetzen einer Pappnas Karneval zu feiern.
 
 
Seond activity: a folkdance and a folksong
 
Unsere Jüngsten (1. Klasse) nahmen das Lied "Bruder Jakob" auf CD auf und sandten diese den Partnern. Von diesen erhielten sie das gleiche Lied in deren Muttersprache. Nun lernten alle Kinder aller Schulen das Lied Bruder Jakob auf deutsch, norwegisch, finnisch, polnisch und spanisch zu singen.
Unsere Tanz-AG stellte den Partnern zwei Volkstänze (Schuhplattler und Reigentanz) sowie einen Pop-Song per Video/DVD vor. Für unsere Partner galt es diese nachzutanzen. Umgekehrt hatten wir viel Spaß beim Tanzen der uns zugesandten Tänze.
 
Third activity: legends and fairy tales
 
Die letzte Aktivität für dieses Schuljahr war das Zeichnen einer unserer schönsten nationalen Sage oder Legende. Die Kinder malten Szenen einer berühmten nationalen Legende. Diese Zeichnungen wurden den Partnern gesandt und die Partner verfassten dann den Text zu den einzelnen Zeichnungen. Unsere Kinder malten mit viel Freude die Sage von den Heinzelmännchen aus Köln. So entstand in jeder Schule ein Buch über "Legenden/Sagen unserer europäischen Partner".
 
Als Sinnbild für unsere gemeinsame Schiffsreise wurde an unserer Schule in der Europa-Ecke ein großes Holzschiff an einer Wand befestigt. Im Laufe des Jahres wurde es mit Materialien unserer europäischen Partner beladen. So entwickelte es sich nach und nach zum Blickfang im Eingangsbereich der Schule.
 
 
2nd year : WHO? Behind the Navigators
First activity: life at school/ life at home
 
Das zweite Projektjahr stand unter dem Leitsatz „Behind the navigators“: Wer sind die Passagiere unseres Europaschiffes aus den einzelnen Ländern? 
 
Wir stellten uns gegenseitig das Leben zu Hause und in der Schule vor. In einer cluebox waren Aufgaben wie: Share my daily life with me! Eat and taste my breakfast! Come with me into my classroom! See what’s inside my schoolbag! Work at school – Make my worksheets! Do my homework! Have a look into my children’s room. Konkrete Aufgabenstellungen veranlassten die Partner, das Leben eines Schülers aus Deutschland, Norwegen, Finnland, Polen und Spanien nachzuspielen oder nachzustellen und zu dokumentieren.
Der unterschiedliche Schwierigkeitsgrad in den Aufgaben sprach im Sinne der Differenzierung alle Alters- und Begabungsstufen an.
 
 
Second activity: sports and games
 
Die zweite Hälfte des Schuljahres war der Freizeitgestaltung in den einzelnen Ländern gewidmet, den „afternoon activities“. Wir wollten herausfinden, mit welchen Sportarten und Spielen die Kinder in den verschiedenen Ländern ihre Freizeit gestalten. Gibt es Gemeinsamkeiten, wo sind Unterschiede?
Auf Videos, CDs und DVDs stellten wir uns gegenseitig unsere beliebtesten Sport- und Hofspiele vor. Dazu schickten wir uns die entsprechenden Spielregeln und Spielmaterialien. Wir hatten für unsere Partner das Hofspiel „Plumpssack“ und das Sportspiel „Brennball“ ausgewählt.
 
Die Aufgabenstellung gipfelte in dem Auftrag, mit diesen Spielen an jeder Schule ein internationales Spiel- und Sportfest durchzuführen. So fand in 5 Ländern Europas im Juni 2006 ein im Prinzip gleiches internationales Sportfest statt. Unser Sportfest mit dem Titel „Länderspiele“ war ein besonderes Highlight in diesem Schuljahr.
 
 
3rd year : HOW? Behind the homeport
First activity: Christmas celebrations
 
Für das 3. Projektjahr hatten wir 2 „tasks“ vereinbart. Diese „tasks“ waren stark handlungsbezogen und sollten die gemeinsam gemachten Erfahrungen mit der Vielfältigkeit noch einmal zusammenfassend darstellen.
 
Das dritte Projektjahr stand unter dem Leitsatz „Behind the homeport“: Wie sieht es in den Heimathäfen der Passagiere unseres Europaschiffes aus den einzelnen Ländern aus? Welche großen Feste feiert man dort?
 
Im Herbst sandte jede Teilnehmerschule den anderen Schulen eine Box mit Bastelmaterial für landestypischen Weihnachtsschmuck, mit landesspezifischen Rezepten zu Weihnachten, Beschreibungen nationaler Weihnachtsbräuche und dem Text des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“ in der jeweiligen Landessprache. So konnten die Kinder in allen Ländern den gleichen Weihnachtsschmuck für einen internationalen Weihnachtsbaum basteln. Wir berichteten uns gegenseitig per E-Post über unsere europäische Weihnachtsfeier unter einem international geschmückten Weihnachtsbaum. Wir aßen selbst gebackene Weihnachtsplätzchen aus allen Ländern, zeigten Vorführungen der verschiedenen nationalen Weihnachtsbräuche und sangen das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ in 5 europäischen Sprachen.
 
 
Second activity: winter- or spring-celebration
 
Im Frühjahr sandten wir uns Fotos und Berichte über ein Wintervertreibungs- oder Frühlingsfest. Diesem Fest entspricht im Rheinland der Karneval. So schickten wir unseren Partnern Videomaterial über unsere alljährliche Teilnahme am Schull- und Veedelszoch der Stadt Köln.
 
Von den Partnern erhielten wir Informationen über ihre Feste. Dabei stellten wir fest, dass trotz der Verschiedenartigkeit der Feste der Sinn dieser Feste gleich ist; nämlich den Winter